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Monatsfokus Dezember: I don`t sweat, I sparkle

„I don`t sweat, I sparkle“. Wie viel Tiefgang kann dieses Monatsthema haben?

 Auch wenn es auf den ersten Blick nicht den Anschein hat, habe ich mir für unsere Flows in der Adventzeit etwas überlegt. Die Wochen vor Weihnachten bedeuten für die meisten von uns nämlich Ausnahmezustand: Während bei der Arbeit noch gefühlt hundert Dinge vor den Feiertagen erledigt werden müssen, gilt es, sich passende und liebevolle Geschenke für Freunde und Familie zu überlegen. Um das Chaos perfekt zu machen, stehen Feiern und Treffen an, weil man sich „vor Weihnachten ja unbedingt noch sehen muss“. Das Thema Kekse backen und Dekorieren lasse ich mal aus…

Puh. Atme jetzt einmal tief ein und aus. Und dann sollst du auch noch zum Yoga kommen?

Ja. Unbedingt. Denn genau in solchen stressigen Zeiten kann dir Yoga helfen, wieder zu dir zu kommen und das „monkey mind“, in dem sich alle Gedanken unablässig drehen, zu beruhigen.

Dich selbst schätzen lernen

Das ist dir zu esoterisch?

Dann bist du in meinen drei Dezember-Klassen genau richtig. Neben Bewegung und Ruhe möchte ich mich in den kommenden drei Stunden nämlich auf ein Thema konzentrieren, dem wir in der Weihnachtszeit kaum Beachtung schenken: Dem wertschätzenden Umgang mit uns selbst.

Denn: Wie können wir diese besondere Zeit wirklich genießen, wenn wir keine Ruhe für uns haben? Wir uns manchmal denken: “Wie soll ich das nur alles schaffen? Warum bekomme ich das nicht auf die Reihe?”

Hörst du dir manchmal selbst zu, wenn du in Gedanken mit dir sprichst? Wahrscheinlich – und das ist nur eine wilde Vermutung – gehst du mit dir selbst härter ins Gericht als mit anderen. Deine Ansprüche an dich selbst, gerade zu dieser wichtigen Zeit des Jahres, sind unerreichbar hoch. Ja?

Love yourself

Im Yoga ist es nicht viel anders. Auch hier möchtest du beweglicher sein, genug Kraft für Chatturanga haben, und wenn du schwitzt, siehst du das als Zeichen der Schwäche. Lass mich dir eines sagen: Schwitzen ist gesund. Je mehr du schwitzt, desto mehr arbeitet dein Körper. Wenn ich Yogaklassen besuche, tropft mein Schweiß meist auf die Matte – und ich würde mich nicht gerade als unsportlich bezeichnen. Wenn du dich einer Sache völlig hingibst und versuchst, sie so gut wie möglich zu meistern – dann ist das mitunter schweißtreibend. Sei stolz darauf, wenn du dich so anstrengst. Sei nachsichtig mit dir selbst, wenn etwas vielleicht nicht so klappt, wie du es dir vorgestellt hast. Wenn du Rückschläge einsteckst, sprich liebevoll mit dir selbst. Wenn dein/e beste/r Freund/in in der gleichen Situation wäre, würdest du ihn/sie schließlich auch nicht niedermachen, sondern aufbauen.

„Love yourself“ ist eine Phrase, die wir oft hören oder lesen – und sie gehört zu den wenigen, die wahr sind. Nur wenn wir uns selbst annehmen, wie wir sind, mit allen Stärken und Schwächen, sind wir zufrieden. Geerdet, um es neudeutsch auszudrücken. Wenn du dir sagst: „I don`t sweat, I sparkle“ kannst du dich selbst positiv annehmen. Nur dann hast du die Kraft, deine Energie anderen zu widmen. Gehe liebevoll mit dir selbst um, dann kannst du in der gar nicht so stillen Zeit des Jahres deine ganze Liebe und Aufmerksamkeit deiner Familie und Freunden widmen. Mit diesen Gedanken wünsche ich dir eine gute, im optimalen Fall ruhige Weihnachtszeit und ein friedvolles Fest.

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