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Monatsfokus November: Yoga für die Abwehrkräfte

Warum machst du eigentlich Yoga? Egal, ob du mit deinen Fingerspitzen den Boden berühren, 90 Minuten Ruhe spüren oder ein schönes Kopfstandfoto machen möchtest: Wahrscheinlich rollst du – auch – so regelmäßig deine Matte aus, um am Ende der Klasse dieses warme, entspannte Gefühl zu genießen. Welches Ziel auch immer du letztlich verfolgst, einer Beobachtung wirst du wahrscheinlich zustimmen: Yoga steigert dein Wohlbefinden, und das weit über den Übungsraum hinaus.

Aber… macht es auch tatsächlich gesund? Aus langjähriger Erfahrung kann ich guten Gewissens sagen: Nein. Wer schon mal mit einer beginnenden Erkältung eine Yogaklasse besucht hat, wird spätestens im herabschauenden Hund bemerkt haben, dass das keine gute Idee war. Yoga kann nicht heilen. Aber es kann dabei helfen, gesund zu bleiben.

In Zeiten nasskalten, windigen Wetters, schniefender Nasen und trockenem Husten in der Straßenbahn, dem Büro oder auf der Uni muss unser Immunsystem ganze Arbeit leisten. Dunkelheit und Heizungsluft lassen uns abends matt auch die Couch sinken, Bewegung an der frischen Luft findet nur von A nach B statt. Was uns in der dunklen Jahreszeit angenehm ist, ist noch lange nicht gesund.

Bewegung an der frischen Luft? Machen wir im Winter meist zu wenig.

Wenn du nicht auch bald zu den Schnupfnasen gehören möchtest, solltest du deinen inneren Schweinehund zumindest ein paar Mal die Woche überwinden und ein bisschen Bewegung in deinen Tag bringen – egal, ob zuhause oder in einem Kurs. Warum Yoga im Gegensatz zu anderen Sportarten besonders geeignet ist, um dich fit durch den Winter zu bringen?

So hilft Yoga deinen Abwehrkräften

  • Die Kraft der Atmung: Pranayama, also die Atemübungen, die wir zu Beginn der meisten Klassen praktizieren, unterstützen dein Immunsystem gleich auf mehreren Wegen: Einerseits wird durch die tiefe Bauchatmung das Zwerchfell angeregt – und damit der Verdauungstrakt aktiviert, der so essentiell für unsere Gesundheit ist. Pranayama hilft, den Stoffwechsel anzukurbeln und Giftstoffe auszuscheiden. Gleichzeitig führen wir dem Körper mehr Sauerstoff zu. Das kurze Innehalten zwischen den Atemzügen, Kumbhaka genannt, kann die Anzahl weißer Blutkörperchen steigern. Für alle, bei denen „Es war einmal das Leben“ schon lange her ist: Das sind die guten Blutkörperchen ;). Nadi Shodhana, die yogische Wechselatmung, die wir zu Beginn unserer Klassen praktizieren werden, öffnet darüber hinaus die Atemwege.
  • Übungen für den ganzen Körper: Im Gegensatz zu vielen Fitness-Kursen fokussieren wir im Yoga nicht nur auf die Stärkung bestimmter Muskelgruppen, sondern auf den Körper als Ganzes. Während in Umkehrhaltungen wie Vorwärtsbeugen oder dem herabschauenden Hund ganz gezielt den Blutfluss in die Nasennebenhöhlen erhöht wird, ermöglichen uns Rückbeugen mehr Platz im Brustkorb und damit eine Entlastung der Lungen. Die Vinyasas zwischen den Haltungen aktivieren den ganzen Körper und kurbeln den Kreislauf an.
  • Gesund durch Entspannung: Der größte Krankmacher unserer Zeit ist – Stress.  Konstanter Stress schwächt unser Immunsystem und kann sogar chronische Entzündungen auslösen. Eine aktuelle medizinische Studie kommt zu dem Schluss, dass dem durch regelmäßige Yoga-Praxis entgegengewirkt werden kann; Yoga wirkt in gewissen Bereichen sogar entzündungshemmend (Abstract zur Studie von 2018)

Was ich damit sagen will? Zu keiner Jahreszeit ist es wichtiger, sich selbst Zeit für ein bisschen Bewegung zu schenken. Also: Runter von der Couch und rauf auf die Matte!

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